Doctor Who (2005)

Doctor Who ist die am längsten laufende Serie der Welt. Bevor die BBC eine Neuauflage der außerhalb von UK kaum bekannten Serie in Angriff nahm, war es 15 Jahre lang verhältnissmässig ruhig um den Doktor.
Ich weiß nicht, was genau die BBC dazu bewegt hat, der Serie eine neue Chance zu geben, aber ich bin verdammt froh das sie es getan haben. Dabei muss ich zugeben, von der alten Serie nie etwas gesehen zu haben. Auf den Tipp eines Freundes hab ich mich in das Abenteuer gestürzt. Nach der ersten Folge denkt man “Ganz schön trashig”. Aber spätenstens 2 oder 3 Folgen später bekommt man gar nicht mehr mit, das es eigentlich total bescheuert ist, eine Zeitreise mit einer Luftpzumpe und einem Drehrad zu steuern. Es ist schwer zu sagen, worin der Charme dieser Serie liegt. Eine wesentliche Rolle spielen auf jeden Fall die Charaktere und Darsteller. Christopher Eccleston als Doktor ist schlicht genial, es ist wirklich schade, das er nach der ersten Staffel bereits wieder aufgehört hat. Zwar ist der Wechsel des Äußeren ein Teil der Rolle des Doktors, doch irgewndwie kann David Tennant als neuer Doktor seinem Vorgänger nicht so richtig das Wasser reichen.
Billie Piper als Rose Tyler spielt aber auch eine Rolle. Es ist eben nicht normal, mal eben aus seinem langweiligem Leben in eine Zeitmaschine (btw. in Form einer Police Box) zu hüpfen und durch Raum und Zeit zu reisen. Ihr altes Umfeld (Mutter, Freund), die Schicksalsschläge, die sie erlebt hat (Tod des Vaters), sind eben nicht vergessen, sie spielen immer eine Rolle. Dies gillt genauso für den Doktor, der immerhin der letzte seiner Art ist.
Ich denke, es ist diese Menschlichkeit der Charaktere in Kombination mit abgedrehten Storylines und einer herlich trashigen Art der Darstellung, das die Qualität dieser Serie ausmacht.
Und im Gegensatz zu Dead Like Me noch dieses Jahr im deutschen Fernsehen, auf Pro7.
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