Pushing Daisies – Ein Nachruf
Lang erwartet und sofort geliebt wurde Pushing Daisies ja im Land der Leute mit Geschmack. Jetzt fand das ganze nach seinen 22 Folgen ein recht unwürdiges Ende. Nachdem ABC im neuen Jahr keine Platz mehr für die letzten 3 Folgen fand oder finden wollte und das ganze erstmal großzügig auf “Sommer” verschoben hat, ergab sich die obskure Situation, dass nun ProSieben die letzten 3 Folgen auf deutsch als Weltpremiere auszustrahlen – sowas kommt auch nicht alle Tage vor. Dabei hat leider auch nicht geholfen, das Brian Fuller bis zuletzt auf eine Verlängerung spekuliert hat und der Serien-Abschluss deshalb erst in der Post-Production entstand. Zugegeben, besser als ein Cliffhanger zum Abschluß, aber ein großer und recht finaler Kracher von 10 Sekunden und 2 Minuten CGI sind eben kein Ende, auf das wirklich hingearbeitet wurde.
Für mich persönlich ist das Ende von Pushing Daisies ein besonderes Ereignis, da es die erste im Kreis meiner Lieblingsserien war, die ich wirklich von Anfang an Woche für Woche geschaut habe und sie nicht erst später endeckt habe.
Wirklich tragisch finde ich, dass die Serie in der ersten Staffel noch durchaus ordentlich Quoten hatte. Aber nach dem Chaos um den Autorenstreik haben die Zuschauer leider Pushing Daisies leider nicht wiedergefunden, so dass das Ende nach dieser Staffel ja eigentlich abzusehen war.
Dabei war die Serie definitv etwas Besonderes. Mit burtonesqer Optik, einer extrem süßen Geschichte und Dialogen, bei denen einem vor Geschwindigkeit schwindelig wird und man gleichzeitig Lachen muss, hat Bryan Fuller hier etwas geschaffen, was nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.
Was bleibt, sind 2 DVD-Boxen mit 22 Folgen herlich süßem Zuckerguß, denen man am besten einen kleinen Schrein bauen sollte.
Fast schon tragisch ist, dass sich Fuller jetzt wieder damit beschäftigen muss, die Reste von Heroes von der Wand zu kratzen, gegen die die Serie gefahren ist, und daraus wieder ein ansehnliche SciFi-Show zu machen. Aber ich denke man sollte ihn im Auge behalten.
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