Buchtipp: Hyperion, Endymion

May 5th, 2008 Bücher

Hinweis: Dieser Post lungert schon ewig in meinen Entwürfen rum, der musste jetzt endlich mal raus oder weg.

Mal wieder ein Buchtipp von mir, diesmal geht es in den Bereich Science Fiction: Dan Simmons Hyperion/Endymion-Reihe. Eigentlich handelt es sich dabei um zwei Bücher mit je 2 Bänden, Hyperion und Endymion, wobei Endymion ca. 300 Jahre nach den Ereignissen in Hyperion spielt.

Auf den ersten Blick haben die Bücher alles, was man von klassischer SciFi-Literatur erwartet: KIs, abgefahrene Transporter-Technologien, abgefahrene Konzepte zur Informationsverbreitung, usw.Aber irgendwie hebt sich diese Reihe schon von vielen anderen Büchern ab.

Einer der Unterschiede zu den meisten anderen SciFi-Werken (die ich gelesen habe), ist zum Beispiel die Erzählweise. So wird die Welt nicht lang und breit erklärt (ich hasse dieses Stilmittel, einen “Idioten” in die Story zu packen, nur um eine Figur zu haben, der man zusammen mit dem Leser schön die Welt erklären kann), sondern im ersten Band erzählen 7 Leute ihre Lebensgeschichte. Der Fokus liegt hier ganz klar auf den Charakteren, die ganze Technologie, Politik, Gesellschaft, usw lernt man sozusagen am Leib der Charaktere kennen. Eine am Anfang sehr ungewohnte, aber definitiv interessante Art eine Geschichte zu erzählen.

Die Bücher sind definitiv keine leichte Kost für nebenbei, schon allein aufgrund ihrer Dicke (> 1000 Seiten pro Buch in kleiner Schrift), aber sie sind in meinen Augen definitiv sehr lesenswert, vor allem wenn man viel Zeit hat und auf SciFi steht ;-)

Tags: ,

Buchtipp: Dexter

May 5th, 2007 Bücher

Mal ganz was neues von mir – ein Buchtipp.

Ich hab ja schon vor einer Weile die Serie Dexter empfohlen. Diese basierte ja auf dem Buch “Darkly dreaming Dexter” von Jeff Lindsay. Ich war schon lange neugierig auf die Literatur-Vorlage, also hab ich innerhalb von 2 Wochen sowohl “Darkly dreaming Dexter” als auch “Dearly devoted Dexter” durchgelesen.

Am Anfang vom ertsen Buch ist die Handlung noch fast identisch zur Serie, jedoch kommt schnell immer mehr Abstand zwischen Buch und Serie, so das das Buch am Ende wirklich nur wie Inspiration wirkt.

Was im Buch noch viel stärker betont wird ist die Gedankenwelt von Dexter, man nimmt quasi im Kopf von Dexter platz. Durch die Erzählweise wird die Figur Dexter noch um einiges klarer, in der Serie wird lange nicht so deutlich, dass Dexter praktisch über alles eine bewusste Entscheidung fällt – das gipfelt am Ende des ersten Buches darin, das er ernsthaft darüber nachdenkt, sein “Hobby” an seiner Stief-Schwester auszuleben, wo sie schon mal so praktisch vorbereitet zur Hand ist. Beim schauen der Serie erwischt man sich immer wieder dabei, dass man annimmt, er handele in einer normalen menschlichen Reaktion.

Nichts desto trotz sind beide Bücher eine sehr unterhaltsame Lektüre, wenn man sich nicht an den ziemlich morbiden Details stört.

P.S.: Ich empfehle dringend, auf die englischsprachige Varianten zurückzugreifen, ich hab die deutsche Übersetztung nur kurz angelesen und war schon entsetzt, es bleibt einfach zu viel auf der Strecke.

Tags: