Nie wieder Sex mit der Ex aka Forgetting Sarah Marshall
Jason Segel kennt man bis jetzt am ehesten als Marshall aus “How I met your mother”. In diesem Film hat er aber nicht nur die Hauptrolle gespielt, er hat das ganze auch noch geschrieben. Dabei herausgekommen ist eine extrem charmante und sehr unterhaltsame Geschichte, die nie ins schnulzige abrutscht. Und weil Judd Apatow das ganze produziert hat, gibt es natürlich auch wieder diverse Cameos. Das kleine Highlight des Films ist für mich aber das Dracula-Puppen-Musical am Ende, an dem Segel wie seine Rolle auch im wahren Leben schon seit Jahren arbeitet. Made my day, MustSee.
American Gangster
Die Geschichte des Aufstiegs und Falls eines Gangster-Bosses im Harlem der späten 60er Jahre. dabei werden eigentlich 2 Geschichten erzählt, die Am Ende zusammentreffen. Die eine ist der Aufstieg des Drogenhändlers Frank Lucas, gespielt von Denzel Washington. Die andere ist die des Drogenfahnders Richie Roberts, der in einer neu gegründeten Spezialeinheit den Drogenhandel in New York unter Kontrolle bringen will. Sehr gelungenes Kino, und überhaupt nicht der Action-Mist, den man erwarten würde. Auch wenn es nicht an die ganz großen des Genres herankommt (Der Pate, Goodfellas), fehlt doch nicht allzu viel.
Die 12 Geschworenen aka 12 Angry Men
Ein echter Klassiker aus den späten 50ern. Das besondere: fast die gesamte Handlung findet in dem Raum statt, in den sich die Jury zur Beratung zurück zieht, um ein Urteil zu fällen. Hervorragende schauspielerische Leistungen, jede Menge Drama und eine gewisse Portion Vorstellungsvermögen erzeugen eine Stimmung, wie man sie selten erlebt. MustSee.
Juno
In Juno geht es um eine etwas unkonventionelle 16-jährige, die plötzlich schwanger wird. Die Geschichte wird dabei sehr charmant und mit der richtigen Dosis Witz erzählt. Getragen wird die Geschichte zu großen Teilen von der hervorragenden Ellen Page. Trotzdem ist auch der restliche Cast mit so manche gespickt (Michael Cera, Jason Bateman aus Arrested Development zum Beispiel). Wirklich sehenswert, kleiner Film ganz groß.
Eine Geschichte für sich ist sein Erfolg. Produziert von Fox Searchlight, dem “Independent”-Ableger von 20th Century FOX, mit einem Budget von nur 6 Millionen Dollar räumt er er erst auf den Festivals und dann an den Kino-Kassen richtig ab. Am Ende standen 4 Oscars, unter anderem für Ellen Pag als Hauptdarstellerin. Es gibt noch Hoffnung für die Academy.
Before Sunrise & Before Sunset
Eigentlich 2 Filme, aber irgendwie gehören Sie doch zusammen. Normalerweise ist das ja überhaupt nicht mein Genre, aber Before Sunrise ist irgendwie anders. Ich weiß nicht ob es an der ungewöhnlichen Geschichte (1 Nacht in Wien) oder an dem offenen Ende oder an der anbetungswürdigen July Delpy oder an anderen positiven Assoziationen liegt, aber der Film hat was so viele Möchtegerns seines Genres kein Stück haben: Herz.
Zu Before Sunset liegt dann erstmal ein Zeitsprung von 10 Jahren. Waren die Charaktere vorher noch Anfang 20 und völlig planlos, was eigentlich aus ihnen werden soll, stehen sich plötzlich 2 vollkommen andere Menschen Anfang 30 gegenüber. Die Erzählweise ist sehr sehenswert (ein einziger langer Dialog und gleichzeitig eine Wanderung durch Paris), aber irgendwie kommt man doch nicht an das Original heran.
Mr. Smith geht nach Washington
Noch ein Klassiker. Ein Polit-Drama aus den 40ern, das heute noch genauso aktuelle ist wie damals. Der etwas naive Mr. Smith bekommt aus heiterem Himmel einen Sitz im Senat. Dahinter steckt aber keine Herzensgüte, sondern Seilschaften und Intrigen, die ihres gleichen suchen. Im Grunde wird in der heutigen Politik das gleiche Spiel gespielt, vielleicht noch schlimmer. Grandioses Finale.
No Country for Old Men
Ein Noir-Western über einen Killer und ein Paket das eine Blutspur nach sich zieht. hat 2008 bei den Oscars mächtig abgeräumt, technisch hervorragend, recht sehenswert.
Fluch der Karibik 2
Um Gottes Willen, Finger weg, Zeitverschwendung. NEXT!
Tags: Ellen Page, Judd Apatow, Kristen-Bell