Back to the Future

August 16th, 2009 Pinguinfarm

Nein, es geht nicht um den Film, das ist eher ein Follow-Up-Post zu diesem hier.

Vor einigen Tagen wurde ja KDE 4.3 offiziell freigegeben. Und da ich ja mittlerweile Ubuntu den Rücken gekehrt habe und auf Archlinux umgestiegen bin, war ein kleiner Testlauf mit KDE 4.3 ja ganz schnell gemacht. Also eingeloggt, die wichtigsten Programme ausprobiert, und es machte alles einen ganz runden Eindruck. Und sieht dazu noch rattenscharf aus, Plasma ist ja wohl die Erfindung des Jahres.

Nach einem halben Jahr Abstinenz bin ich nun wieder zurück bei KDE. Das ganze hatte aber auch was gutes, so hab ich nämlich auch mal die Ecken und Kanten von Gnome gesehen, da funktioniert auch nicht alles.

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So Long, and Thanks For All the Fish

March 17th, 2009 Pinguinfarm

Es muss so um 2002/2003 gewesen sein, als ich mich zum ersten mal ernsthaft mit Linux als Desktop-Betriebssystem auseinandergesetzt habe. Bei der Desktop-Oberfläche hat man ja im wesentlichen die Wahl zwischen GNOME und KDE (die ganzen obskuren Window-Manager lass ich hier mal unter den Tisch fallen :wink: ). Angefangen hab ich damals mit GNOME, einfach weil es der Default war.

Nach einem Jahr kam dann der Drang, über den Tellerand zu schauen. Angefangen hat es mit einigen wenigen KDE-Applikationen, z.B. war der IM-Client Kopete schon immer recht fortgeschritten. Mit der Entdeckung, das sich Kopete ins System-Addressbuch einklinken kann, und dan den IM-Status auch im Addressbuch anzeigt. Oder Im Mail-Client der IM-Status angezeigt wird. Es hat nicht lange gedauert, da hatte ich GNOME vollends den Rücken gekehrt.

Und ich muss sagen, ich war sehr lange glücklicher KDE-Nutzer. Klar hat es auch seine Schwächen, trotzdem war die Gesamt-Bilanz äußerst Positiv. Dann kamm KDE 4. Natürlich muss man den KDE-Leuten zugestehen, das KDE4 ein sehr ambitioniertes Projekt war und ist, schließlich wurde ein Großteil der Bibliotheken komplett neugeschrieben, um alte Zöpfe abzuschneiden und geniale neue Features wie Plasma erst zu ermöglichen. Das Problem an so großen Projekten: es bindet jede Menge Resourcen, die dann nicht mehr für die Pflege des stabilen Zweiges zur Verfügung stehen, was sich leider langsam zeigte.

Mit KDE 4.1 hab ich dann auch denn Sprung gewagt. Es war viel passiert, man konnte ganz gut damit arbeiten, doch trotzdem fehlte noch unglaublich viel. Und so Sachen wie eine nicht ausblendbare Fenster-Leiste sind wirklich ärgerlich. Mittlerweile ist meine persönliche Meinung, das KDE 4 nicht vor 4.3 wirklich benutzbar ist.

Nur leider muss man bis dahin trotzdem mit dem System arbeiten. Da blieb nur eins: zurück zu den Wurzeln, zurück zu GNOME. Es ist lange nicht so schick, es hat auch seine Baustellen, aber es funktioniert wenigstens und man kann produktiv damit arbeiten. Und ich bin wahrlich nicht der Einzige, der diesen Wechsel gemacht hat. Selbst der oberste Commiter Torwalds, der 2005 noch über GNOME rantete und  öffentlich dazu aufforderte, zu KDE zu wechseln, ist mittlerweile umgestiegen. Man kann mittlerweile wirklich den Eindruck bekommen, das man sich mit KDE 4 massiv in den Fuß geschossen hat, es dürfte schon jetzt jede Menge User zu Gnome getrieben haben.

Bleibt nur zu hoffen, das KDE noch die Kurve bekommt, denn wenn man wieder den Applikations- und Feature-Umfang von KDE 3.5 erreicht und gleichzeitig die neuen Subsysteme verwendet, hat Gnome die deutlich schlechteren Karten.

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Zweckentfremdung

August 24th, 2008 /dev/null, Pinguinfarm

Das Debian-Paketsystem ist ja bekanntlich eines der ganz ganz großen Vorteile von Debian, dagegen stinken die RPM-basierten Lösungen in meinen Augen ziemlich ab. :twisted:

Offensichtlich lässt sich auch das Sudoku-Problem auf Pakete mit Abhängigkeiten und Konflikten abbilden, und die Logik von dpkg (der eigentlich Paketmanager von Debian) zur Auflösung solcher Konflikte und Abhängigkeiten (was ja auch der Knackpunkt im Paketmanagement ist) ist hinreichend clever, das Problem zu lösen.

Ist es nicht cool, wenn Software so weit entfernt vom ursprünglichen Problem verwendet werden kann? 8)

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Parodie oder Ernst???

July 26th, 2008 Pinguinfarm, Politik

Durch Zufall hab ich gerade einen Link wiederentdeckt, den ich vor Ewigkeiten schon mal gepostet hatte.

Das Problem: Ich kann echt nicht glauben, dass das ernst gemeint sein soll. Das muss doch Satire sein, oder??? Bitte sagt mir dass es solche Leute nicht wirklich gibt. :?

Nachtrag:

Ok, es muss ne Parodie sein. Hab gerade erst das “Review” zu Ubuntu 8.04 entdeckt. Ich bin vor lachen fast vom Stuhl gefallen. :mrgreen:

[..] this OS had a new feature called “Completely Fair Scheduler” – after a great deal of research we were able to conclude that this was an attempt to bring the principles of Marxism onto your PC.

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Kernel-Geschichten

July 8th, 2008 /dev/null, Pinguinfarm

So endet ein trauriges Spiel rund um Hans Reiser. Leider drüfte damit Reiser4 endgültig tot sein, der Image-Schaden bei einer Aufnahme in den Linux-Kernel wird wohl niemand riskieren wollen und wäre es defintiv auch nicht wert. :|

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Windows Mobile Smartphone mit Linux Desktop nutzen

May 18th, 2008 Nerdiges, Pinguinfarm

Warnung: nützlicher Content voraus. ;)

Ungefähr gegen Ende letzten Jahres war bei mir mal wieder ein neues Handy fällig. mir war klar, ich wollte ein Smartphone. Nun war das Gerät meiner Begierde jedoch mit Windows Mobile 6 ausgestattet. Ich hatte mich also schon mal auf Probleme eingestellt wenn es darum ging, das Telefon mit meinem PC zu nutzen, da ich nur noch mit Linux arbeite. Es war ein langer, harter Weg, aber mittlerweile funktioniert es. Nachfolgend deshalb einige Tipps, um anderen den Leidensweg zu verkürzen.

Zeig mir alles »

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Timing

March 27th, 2008 /dev/null, Pinguinfarm

Da schaut man ganz entspannt Babylon 5 Lost Tales, der Film ist noch keine 5 Minuten vorbei, und schon schlägt das Server-Monitoring Alarm:

Achtung, Achtung: $wichtiger_kundenserver mach Ärger

So schnell ist a) die Stimmung wieder im Arsch und b) der Puls auf 180.

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Freaks and Geeks

January 20th, 2008 Pinguinfarm, Serie

Freak and Geeks DVD CoverUm meine kürzlich erwähnten Entzugserscheinungen zu mildern, habe ich mir vor nicht allzulanger Zeit mal die von sab des öfteren positiv erwähnte Show “Freaks and Geeks” zugeführt.

Das Setting ist scheinbar altbekannt von My so-called Life. Highschool, Teenanger, Außenseiter. Da hört es aber auch schon fast auf mit den Gemeinsamkeiten. MSCL ist Drama, extreme Emotionen, wildes Leben. Freaks ist Drama mit einer prise Comedy und gefühltem wahren Leben.

Aber erstmal zum Inhalt. Die Serie stammt zwar aus dem Jahre 2001, spielt aber Anfang der Achtziger. Die beiden Hauptfiguren sind die Geschwister Lindsay und Sam Weir, wobei Sam einige Jahre jünger ist, aber beide auf die gleiche High School gehen. Jeder der beiden steckt in einer “Randgruppe”. Lindsay (gespielt von der sehr sehenswerten Linda Cardellini), eigentlich Einser-Schülerin und “Mathlete”, hat sich in einer Sinnkrise willentlich vom Mainstream abgekoppelt und sich den “Freaks” angeschlossen. Ihr Bruder Sam dagegen ist der Prototyp eines Geeks. Zu klein für sein Alter, steht auf Comics, SciFi und Comedy-FilmeGeeks auf dem Weg zur SciFi Convention.

Es ist recht schwer, festzunageln, warum diese Serie einen in den Bann zieht. Zum einen sind es die alle irgendwie sympatischen Figuren, jeder hat Stärken und Schwächen, jeder ist glaubwürdig. Irgendwie erinnern einen die Figuren teilweise wirklich stark an Leute aus der eigenen Schulzeit. Generell haben die Autoren ziemlich gute Arbeit abgeliefert, da die Balance zwischen Drama und Comedy immer sehr gut gehalten wird, wobei der Drama-Aspekt klar im Vordergund steht, im Gegensatz zum Beispiel zu Scrubs.

Hinter dieser Serie steckte Judd Apatow. Was man Apatow wirklich lassen muss, er hat ein sehr gutes Auge für Talente. Linda Cardellini hat eine feste Rolle in “Emergency Room”, Jason Segel hat eine Hauptrolle in “How i met your Mother”, Seth Rogen ist sowohl als Autor als auch als Schauspieler recht erfolgreich. Auch scheint jedes Apatow-Projekt eine Reunion von Darstellern aus früheren Werken zu sein. Als Beispiel sei hier nur das inoffizielle Sequel von “Freaks and Geeks”, “Undeclared” genannt. Fast jeder Darsteller aus Freaks hatte zumindest einen Cameo in Undeclared.

Alles in allem ist “Freaks and Geeks” für mich keine Serie, die ich auf DVD haben muss, aber man sollte sie unbedingt gesehen haben. Und wenn der Autorenstreik noch eine Weile dauert, hat ja der eine oder andere vieleicht etwas Zeit dafür.

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Und Root sprach

June 19th, 2007 Nerdiges, Pinguinfarm

Du sollst keine Mails durch deine Mail-Server ablehnen lassen, nur weil Sie bei einer DNS-Blacklist gelistet sind.

Du sollst policyd-weight einsetzen, denn du sollst nicht vorschnell über dein Gegenüber urteilen.

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Dual Head mit MergedFB

May 1st, 2007 Pinguinfarm

Linux hat ja bekanntlich viele stärken. Aber die einfache Konfiguration von mehreren Bildschirmen an einem Rechner gehört nicht dazu. Deshalb hier ein kleines Mini-Howto.

Hinweis: Meine Lösung funktioniert nur mit Treibern, die die MergedFB-Erweiterung besitzen (hauptsächlich Ati und Matrox). Für andere Treiber sollte Google bemüht werden.

Ich hier einfach mal davon aus, das schon eine funktinierende xorg.conf für den Betrieb eines Bildschirms existiert, so das ich hier nur relevante Veränderungen angeben werde.

section Device

option “MergedFB” “true”

aktiviert den MergedFB-Modus

option “MonitorLayout” “LVDS,CRT”

Mit dieser Ziele sagt man dem Treiber welcher Art die beider Monitore sind.

  • LVDS = internes Display eines Notebooks
  • TMDS = TFT (nur bei DVI-Anschluss relvant)
  • CRT = Monitor
  • NONE = keiner

option “CRT2HSync” “31.5-48.5″
option “CRT2VRefresh” “50-70″

Horizintale / Vertikale Frequenzen vom zweitem Bildschirm, wenn analog angeschlossen. Die Werte hier entsprechen Standardwerten für 1024×768.

option “CRT2Position” “RightOf”

Gibt die Physikalische Position des zweiten Monitors an:

  • LeftOf = zweiter Bildschirm links vom Ersten
  • RightOf = zweiter Bildschirm rechts vom Ersten

option “MetaModes” “1024×768-1024×768@60 1024×768+1024×768@60″

Hier werden die verfügbaren Auflösungen definiert. Wenn zwei Auflösungen mit “-” verknüpft sind, so werden die beiden Bereiche nebeneinander gelegt. Wenn ein + dazwischen steht, wird der zweite Bildschirm im Clone-Modus betrieben. Zwischen den hier definierten Auflösungen kann mit RANDR umgeschlatet werden, wodurch man schnell von Strech- zum Klon-Modus wechseln kann und wieder zurück.

Unter umständen mag MergedFB manche Auflösungen nicht, wenn ja, so gibt es aber im Log darüber Auskunft, dass ihm die Auflösung nicht passt.

Der Abschnitt sieht fertig dann zum Beispiel so aus:

Section “Device”
identifier “ATI Technologies, Inc. Radeon Mobility 9000 M9 (R250 Lf)”
boardname “ati”
busid “PCI:1:0:0″
driver “ati”
screen 0
option “MergedFB” “true”
option “MonitorLayout” “LVDS,CRT”
option “CRT2HSync” “31.5-48.5″
option “CRT2VRefresh” “50-70″
option “CRT2Position” “RightOf”
option “MetaModes” “1024×768-1024×768@60 1024×768+1024×768@60″
EndSection

Was NICHT gesetzt sein sollte:

  • Die Option “Xinerama” im ServerLayout (deaktiviert Pseudo-Xinerama von MergedFB, dadurch entsteht ziemliches Fenster-Chaos)
  • Der Screen sollte keine fest definierten virtuelle Größe haben, sonst kann MergedFB den Framebuffer nicht erweitern

Nachdem diese Änderungen durchgeführt sind, sollte ein Neustart des X-Servers reichen, um den zweiten Monitor in Betrieb zu nehmen.

KDE-Nutzern sei dann nocht das Tool krandrtray an herz gelegt. Es ermöglicht eigentlich, zwischen verschiedenen Auflösungen umzuschalten, indirekt ermöglicht es dadurch aber auch, im laufendem Betrieb zwischen Stretch- und Klon-Modus umzuschalten (siehe Bild).

krandrtray.jpg

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