I’ve made a HUGE mistake
May 24th, 2009
Nerdiges
May 17th, 2009
Allgemeinplätze, Nerdiges
Tja, so schnell ist ein Jahr rum und es ist schon wieder FedCon. Wie letztes Jahr gibts hier aber keine extrem langen Reviews, das bekommen andere eh viel besser hin. Und da selbst dieser braindump schon 2 Wochen als Entwurf im Blog rumgeistert, muss das Ding jetzt einfach raus, bevor ich alles vergessen habe.
Ich weis nicht, warum mir das letztes Jahr entgangen ist, aber erst dieses mal ist mir klar geworden, das trotz des kommerziellen Kerns der Convention (was sich ja gar nicht vermeiden lässt) doch erstaunlich viel freiwillige Arbeit von unbezahlten Helfern drin steckt, ohne die die Convention so schlicht nicht möglich wäre.
Eine weitere Erkenntnis: nur weil man Star Trek nichts mehr abgewinnen kann, sollte man trotzdem zu den Panels der Star-Trek-Leute gehen, man könnte wirklich etwas verpassen.
Die BSG Leute waren wie letztes Jahr wieder der Hammer. Wobei Hogan und Olmos echt mal nen Kaliber waren. Bei denen hat man wirklich gemerkt, das sie auf BSG total stolz sind, gerade Olmos beim Thema BSG@UN hat das sehr gut rüber gebracht.
Eine der tragischen Figuren der FedCon war für mich Summer Glau. Erst war sie wegen einer Erkältung nicht bei der Opening dabei, und dann hustete sie in den Panels die ganze Zeit tragisch vor sich hin. Bei den Panels kam sie leider auch überhaupt nicht in Fahrt, hat über jeden nur positive Sachen gesagt, sie kam fast schon schüchtern rüber und wirkte ein wenig verloren da oben auf der Bühne. Meine Vermutung ist, dass ihr einfach jegliche Veranlagung zur Rampensau fehlt und sie einfach ein sehr netter Mensch ist. Was im normalen Leben ein dickes Plus ist, wird auf eine Convention-Bühne leider zum Nachteil, so dass ihre Panels eher ruhig ausfielen. Das zweite Panel fiel etwas besser aus, weil man ihr kurzerhand Jonathan Woodward zur Seite stellte, der das ganze ein wenig in Schwung brachte.
Nichelle Nichols – Sorry, not so much. So sehr ich die Bedeutung ihrer Rolle in der ersten Serie zu schätzen weis, so kalt hat mich das meiste von dem gelassen, dass sie gesagt hat. Ich fand sie stellenweise sogar anstrengend, gerade in dem 5er-Panel fand ich es den anderen Leuten gegenüber echt unfair, das sie sich so aufgedrängt hat und ganz nebenbei auch noch der Diskusion nicht wirklich gefolgt ist.
Fazit: war wieder ziemlich gut, aber letztes Jahr war gefühlt noch ein Quäntchen besser. Die Erinnerungen haben sich bereits wieder erfolgreich in eine brei-artige Masse positiver Gefühle verwandelt. Und Donnerstag bis Montag bleiben war die beste Idee seit langem.
Fragen: Ask Alphonso
Tags: BSG, Convention, FedCon, Star-Trek
February 23rd, 2009
Nerdiges
Ein ganz heißer Kandidat wäre da Netzwerk-Admin eines Internet-Gateway-Routers (Autonomes System). Wieso? Wenn man selbst eine schlechten Tag hat, hat mit etwas Pech das Internet einen schlechten Tag. Oder zumindest Youtube.
Dieser ganze Vorfall zeigt zwar auch mal wieder, das Monokultur niemals gut ist (das ganze wurde maßgeblich dadurch ausgelöst, das sehr viele Gateway-Router von Cisco stammen), vor allem zeigt es aber eines: Das Internet ist im Kern sehr fragil und baut immer noch sehr stark auf den Vertrauens-Ansatz aus ARPANet-Zeiten. Der Knackpunkt ist dabei das Border Gateway Protocol (BGP), das automatisches Routing in Netzen ohne zentrale Verwaltungsinstanz erst ermöglicht, aber deswegen leider auch einiges an Vertrauen voraussetzt. Wie leicht sich dieses System austricksen lässt, wurde erst letztes Jahr auf der DefCon mal wieder vorgeführt. Sicherheit, die darauf basiert, das alle ISPs BGP-Pakete von ihren Kunden blocken, würde ich nicht wirklich Sicherheit nennen.
February 9th, 2009
Nerdiges
Google hat vor kurzer Zeit heimlich seine Datenschutzbestimmungen geändert, so das jetzt auch ganz offiziell die Interaktionen zwischen Diensten erfasst werden dürfen. Die mag an sich nicht nach viel klingen, für mich bringt es das Fass aber zum überlaufen. Wir alle wissen ja, das Google alles speichert, was sie jemals zu Gesicht bekommen. Das ist aber nicht mal das Problem, das machen im Grunde ja alle, problematisch wird es erst durch die Fülle von Diensten, die Google anbietet.
Mal angenommen man ist der beste Freund von Google und nutzt jeden Dienst der verfügbar ist. Dann weiß Google:
Orwell wäre neidisch. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, Google nicht weiter unnötig Daten zu liefern. Ab sofort ist Analytics nicht mehr hier eingebunden, der zugegebenermaßen guten RSS-Reader hab ich durch Tiny Tiny RSS ersetzt, und es werden nur noch Session-Cookies von Google angenommen (dank Cookie Monster und CustomizeGoogle). Das Javascript-Tracking schließlich wird mit AddBlock plus unterbunden in Verbindung mit einer Privacy-Filter-Liste. Dienste wie Calendar oder Google Mail waren mir ja schon eh und je suspekt, von daher droht keine Gefahr. Und derzeit wird mein nächstes Handy wohl doch kein Android-Smartphone, auch wenn das Konzept damals wirklich sehr vielversprechend war.
Damit fühle ich mich wieder soweit privat, das ich die Suche auch wieder ohne Gewissensbisse nutzen kann, denn machen wir uns nix vor, an der Google-Suche kommt man nicht vorbei.
Tags: Datenschutz, Google
November 30th, 2008
Nerdiges, TV
Heute vor zehn Jahren startete GIGA. Das waren noch Zeiten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Woche davor ziemlich oft “Teaser” liefen und ich so dachte, dass das lustig werden könnte, schließlich hatte ich erst seit diesem Jahr Internet.
Zu Zeiten, als Internet noch ISDN und tickende Uhr hieß, konnte man plötzlich Internet als ernst genommenes Medium und Thema im TV sehen. Und die Community war ein echter Vorgriff auf Web 2.0. Wenn ich mal richtig suche, finde ich vermutlich auch noch die Autogrammkarte von Miri, die ich auf der Cebit 2000 abgegriffen habe.
Der Punkt, wo mir allerdings klar wurde, das die Sendung den Bach runter geht, war, als der Bereich “Netbeat” aka wirklich interessanter Nerd-Technik-Kram kurzerhand abgeschafft wurde. Da musste man dann wieder zum WDR Computerclub zurück, der dahingehend auch ganz cool war, obwohl auf eine deutlich ältere Zielgruppe zugeschnitten.
Über Bundeswehr und Uni hab ich das Format dann aus den Augen verloren, und einige Jahre später war es nur noch grausam, was da über den Ether ging. An sowas merkt man aber immer, wie alt man mittlerweile doch ist.
November 30th, 2008
/dev/null, Nerdiges
Es gibt ja schon lange Debatten, wie sich mit Oepn Source Software langfristig Geld verdienen lässt. Die Basis aller Modelle ist: Software als Open Source, Support gegen Geld.
Problematisch wird dieses Modell, wenn Software mit langen Release-Zyklen und hohen Stabilitäts-Anforderungen wie Datenbank-Server von einer börsennotierten Aktiengesellschaft vetrieben wird.
Anfang des Jahres schrillten bei so Manchem die Alarm-Glocken, als Sun für 1 Milliarde Dollar die Firma MySQL samt des mit Abstand populärsten Datenbank-Servers aufkaufte. In seinem Blog hat sich jetzt der Gründer von MySQL jetzt offen zu den Problemen von der gerade erschienenen Version 5.1 geäußert. Die Kurzfassung: aus Features mit Qualität wurde Features zum richtigen Zeitpunkt.
Es wird dringend Zeit, dass sich PostgreSQL durchsetzt, ist sowieso das bessere DBMS.
Tags: Bug, mysql, PostgreSQL, Release, Sun
October 4th, 2008
Nerdiges
Ab heute Nacht gibt es für eine Woche eine neue Blinkenlights-Installation. Blinkenlights ist für mich immer noch einer der coolsten Ideen in Sachen Nerdiges für den Rest der Welt. Während die erste Installation im Haus des Lehrers in Berlin noch 8 x 18 monochrome Pixel äh Fenster waren, sind es in Toronto schon satte 960 Pixel mit 16 Graustufen. Der größte Monitor wo gibt. Immer noch verdammt cool.
Bei netzpolitik.org gibts auch ein Video.
Tags: Blinkenlights, CCC, Toronto
August 7th, 2008
Nerdiges
Szenario: Man stelle sich ein Smartphone mit Windows Mobile von Microsoft vor. Man installiert selbst Software, die man haben will, wofür auch immer. Man zahlt womöglich sogar noch Geld dafür.
Dann kämme plötzlich raus, das Windows Mobile regelmäßig Kontakt zu Microsoft-Servern aufnehmen, nach einer Liste verbotener Software fragen, und diese dann ohne Rückfrage löschen würde. Defakto könnte Microsoft also unliebsame Konkurenz-Software von den Geräten ALLER User löschen. Ob die wollen oder nicht. Das gäbe sicherlich massiv Ärger für Microsoft, mindestens auf PR-Ebene. Man erinnere sich nur, was los war, als ein windows-Update ohne Nachfrage eingespielt wurde.
Man ersetze Microsoft durch Apple und das Windows-Smartphone durch ein iPhone. WTF???