How I Met Your Mother

April 9th, 2008 Serie

Ich hatte es ja schon länger angedroht, mich mal auf “How I Met Your Mother” zu stürzen, nachdem ich doch an allen Ecken gutes gehört habe. Bei Comedy bin ich immer wesentlich vorsichtiger als bei SciFi, ich finde da eigentlich nur wirklich wenige Serien wirklich gut. Arrested Development war genial, Scrubs ist ganz weit vorn, Chucks war auch ganz clever, aber dann hörts schon fast auf. Vieleicht noch IT Crowd, aber da hat auch der Nerd-Faktor erheblich nachgeholfen. Dementsprechend bin ich also etwas vorsichtig an HIMYM herangegangen.

Diese Vorsicht war absolut nicht nötig. Die Serien ist wie ich mir eine Comedy-Serie vorstelle. Der Humor ist nie wirklich niveaulos, es gibt immer auch einen Drama-Backstory (auch wenn sie hier noch etwas weniger deutlich ausfällt als zum Beispiel bei Scrubs ), und es ist immer eine kontinuierliche Hintergrund-Handlung da.

Die Besetzung ist ziemlich gut, Jason Segel kennt man aus Apatow-Produktionen wie “Freaks and Geeks” oder “Undeclared”, Alysson Hannigan kennt man aus dem Whedon-Universum, aber auch diverse talentierte Newcomer sind dabei. Auch an Gast-Stars fehlt es nicht, spontan fällt mir da Morena Baccarin oder die Angel-Reunion (Amy Acker und Alexis Denisof, wobei letzterer eine wiederkehrende Rolle in Season 1 hatte) im Finale von Season 1 ein.

Hach, das Finale von Season 1, gegen Ende gibt es da 5 Minuten, die ich sofort in die Liste der besten TV-Momente aller Zeiten packen würde. Der Soundtrack (Bloc Party – Modern Love) passt wie die Faust aufs Auge zu einer eigentlich wahnsinnig schnulzigen, aber auch irgendwie perfekten Szene.

Zur Zeit bin ich ungefähr Mitte Season 2, hab also noch ein Stück vor mir, ich bin gespannt wie sich die Show auf der Langstrecke hält.

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Serien-Film-Sequel-Gerüchte

February 3rd, 2008 Film, Serie

Irgendwie schießen zur Zeit mal wieder die Gerüchte bezüglich Filmen zu Serien ins Kraut.

Zum einen erhärtet sich langsam das ewige Gerücht um den Arrested Development Film. Eine der besten Comedy-Serien, die es je gab, aber als Film kann ich mir sie irgendwie nicht vorstellen.

Und dann hat Alan Tudyk mal wieder Gerüchte angefeuert, das ein zweiter Firefly-Film kommen könnte. Firefly ist eine geniale SciFi-Serie, aber der Film hatte leider so seine Schwächen. Auch interessant, das dieses Gerücht ausgerechnet von ihm kommt, bedenkt man sein Schicksal im ersten Film *Spoiler umschiff*.

Generell sehe ich Film-Sequells zu Serien als eher problematisch. Wenn man darüber nachdenkt, gibt es zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Das Firefly-Modell, ein Kino-Film. Damit ein Kino-Film als Projekt überhaupt lohnt, muss er ordentlich Geld einspielen. Damit ein Film ordentlich Geld einspielen kann, darf er nicht nur auf Fans der abgesetzten Serie ausgerichtet sein, er muss auch als eigenständiger Film funktionieren. Und hier wirds knifflig: Wie will man die Backstory, die der Fan schon in 15 Folgen ausführlich bekommen hat, in sagen wir 30 Minuten (man braucht ja auch noch Zeit für eine Handlung) eines Kino-Films quetschen? Weglassen ist auch problematisch, spätestens dann, wenn man Figuren ändert, vergrault man die Serien-Fans. Die Handlung selbst muss dann auch noch so ausbalanciert sein, dass sowohl Fans der Serie mit neuem Content versorgt, aber auch Neulinge gut unterhalten werden.

Möglichkeit 2: Direct-to-DVD / TV-Film. Diesen Weg hat man zum Beispiel bei Farscape eingeschlagen, um offene Handlungsfäden überhaupt abschließen zu können, nachdem die Serie überraschend abgesetzt wurde. Die Zielgruppe ist hier ganz klar nur die Fans der Serie, also hält man sich nicht übermäßig mit alten Eisen auf, sondern kommt direkt zur Handlung. Macht Fans glücklich, aber gewinnt keine neuen Zuschauer. Problem hier: das Budget. Das Zeitfenster für so ein Sequell ist meist recht klein, irgendwann werden die Sets einfach zerstört, wenn man sie nicht mehr braucht, und das ganze Set neu bauen ist teuer.

Ein weiterer Vertreter der Direct-to-DVD-Filme ist der allerseits mit Spannung erwartete Dead-Like-Me-Film. Wenn man sich den Trailer so anschaut, muss man leider davon ausgehen, das weder “Der Wafflehouse” noch “Happy Time” in ihrer alten Form auftauchen werden, dazu war die Serie auch einfach schon zu lange tot. Gerade beim Wafflehouse finde ich das aber extrem schade, war es doch in der Serie fast der Nabel der Welt. Was der Film konkret taugt, erfahren wir im Sommer.

Welche Variante nun die bessere ist, darüber lässt sich streiten. Ich persönlich würde als Serien-Fan ehere zur zweiten Variante neigen, einfach weil der Druck und damit auch die Zwänge von außen (Vorgaben durch das Studio etc.) wesentlich kleiner sein dürften, und deshalb mit höherer Wahrscheinlichkeit etwas Gutes dabei heraus kommt.

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Schnäppchen

January 15th, 2008 /dev/null, Serie

Durch Zufall hab ich heute mal wieder bei Amazon UK reingeschaut, da kann man im Moment echte Schnäppchen machen (alles RC2-DVDs, also auch für nicht regionalcodefreie Player geeignet).

  • Dead Like Me Season 1 und 2 – 14 bzw 16 Pfund (ca 25 € mit Versand)
  • Firefly – 14 Pfund
  • Arrested Development – 15 Pfund pro Staffel
  • BSG Season 2 – 17 Pfund

Wenn jetzt Doctor Who nicht immer noch bei 40 Pfund für Season 2 und 50 Pfund für Season 3 läge, wäre die Welt in Ordnung. Ich hab halt schon irgendwie Skrupel, 70 € für eine DVD-Box einer Serie auszugeben, da kann sie noch so toll sein.

UPDATE:

Ha, soviel zum Thema Zurückhaltuung – Firefly + Serenity + Versand für 27 €, da musste ich einfach zuschlagen

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Versuchung

January 7th, 2007 Serie, TV

Durch serienjunkies.de bin ich gerade darauf aufmerksam geworden, das amazon.com derzeit viele Serien-Boxen für 20 US-Dollar verkauft. Das macht inklusive Versand einen Endpreis von 26.95 US-Dollar oder 20.75 Euro, was wiederum bedeutet, das die Pakete unter den magischen 22 Euro Zoll-Freibetrag bleiben. Würde das Paket die Grenze reißen (amazon.com druckt den Warenwert außen aufs Paket auf, also ist nix mit Glück haben), wären 19% Mehrwertsteuer und 3.5% Zoll fällig, was so manches Schnäpchen vermiesen kann.

Wie auch immer, Dead Like Me Season 2 ist schon unterwegs (war ja irgendwie klar, oder?), jetzt bin ich noch heftig in Versuchung, gleich noch 3 Staffeln Arrested Development drauf zulegen (20 Euro pro Staffel sind echt nen Schnäpchen (schön einzeln bestellen, Zoll wird pro Paket ermittelt)). Verdammt, diese Versuchungen immer!

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Zweischneidiges Schwert

November 23rd, 2006 TV

Comedy Central wird Serien synchronisieren

Gerade bei Arrested Development mach ich mir ernsthaft Sorgen, was da rauskommen soll, wenn plötzlich die Wortwitze alle nicht mehr funktionieren.

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Details zu Comedy Central Deutschland

September 24th, 2006 TV

Auf DWDL findet sich ein Artikel mit Details zum Programm des Deutschland-Ablegers des amerikanischen Senders Comedy Central, der am 15. Januar Viva Plus ablöst. Die wahren Überraschungen verbergen sich aber in der Bildershow.

Die Highlights:

  • Arrested Development (Endlich wird dieses Higlight auch in Deutschland gezeigt)
  • The Daily Show
  • Coupling
  • Crank Yankers
  • Drawn Together
  • Ehring aktuell (Ich hab mal ein Bühnenprogramm von ihm gesehen und mich köstlich amüsiert, kann gut werden)
  • Nightwash
  • Southpark

Ansonsten ist auch relativ viel Mist dabei, viele Comedy-Formate, die bei uns zu nachtschlafender Zeit auf Sendern wie SuperRTL oder Nick laufen, aber auch viele Sachen die mir gar nichts sagen.

2007 könnte gut werden.

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Arrested Development

June 5th, 2006 Serie
Arrested Development

“And now the story of a wealthy family who lost everything, and the one son who had no choice but to keep them all together… It’s Arrested Development.”

Arrested Development ist eine Comedy-Serie, aber in einer Qualität, wie es sie nicht alle Tage gibt. Vom Stil her lässt sie sich wohl am ehesten mit Scrubs vergleichen, eine meiner absoluten Lieblingsserien (Scrubs-Hauptdarsteller Zach Braff hat übrigens in der zweiten Staffel einen Gast-Auftritt). Sie kombiniert Humor und Ernsthaftigkeit so, das die Serie weder zu ernst noch zu lustig ist.

Aber der Reihe nach. Es geht um eine (kurzfristig ehemals) vermögende Familie mit einer Immobilienfirma. Auf der Pensionierungsfeier des Familienoberhauptes und Geschäftsführers der Bluth Company, George Bluth, nimmt alles seinen Anfang. Michael Bluth, der seit langem in der Firma seines Vaters arbeitet, erwartet, zum neuen Geschäftsführer ernannt zu werden. Als jedoch seine Mutter die Nachfolge übernehmen soll, ist er fest entschlossen, seine Familie hinter sich zu lassen und mit seinem Sohn, George Michael, in Arizona neu anzufangen. Doch es kommt anders, George Bluth wird noch auf der Feier verhaftet wegen Betrug, Verrat und weiteren Verbrechen gleichen kalibers. Michael bleibt, um die Familie und das Familiengeschäft zusammenzuhalten.

Die Stärke der Serie liegt darin, skurille und witzige Figuren mit einer glaubwürdigen Handlung mit ein paar skurilen Ausflügen zu verbinden. Eines der frühen Highlights ist das letzte verbliebene Firmen-Fahrzeug der Bluth Company, eine fahrbare Flugzeug-Treppe (“The Stairs”). Der zugehörige Jet musste längst verkauft werden, aber ein Auto ist ein Auto. Michael folgt damit der Freundinn seines Bruders, in die er verknallt ist, natürlich ist eine fahrende Treppe mit der riesigen Aufschrift “Bluth Company” nicht so unauffällig wie gewünscht. Er fährt damit ins Gefängniss, um seinen Vater zu besuchen, dort erfreut sie sich vor allem bei dem Häftlingen großer Beliebtheit. Die “Stairs” sind eine Art running Gag, der aber immer funktioniert.

Ein weiteres Highlight ist der Erzähler. Er führt durch jede Folge mit mehr oder weniger hilfreichen oder witzigen Kommentaren. Ein Beispiel(aus dem Gedächtniss):

Gob: “I never lied to you, Michael.”
Erzähler: “He just did, once again.”

Die Serie hat es leider nur (oder immerhin?) auf 3 Staffeln gebracht. Staffel 3 ist davon meiner Meinung nach die beste, offenbar scheint die latente Gefahr, abgesetzt zu werden, die Kreativität der Serienmacher regelrecht zu beflügeln (siehe Firefly).

Eine der Momente, wo die Serie all ihre Stärken ausgespielt hat, war der Handlungsbogen mit Rita (gespielt von der anbetungswürdigen Charlize Theron). Michael lernt sie in “Wee Britain” (ein kleines England mitten in Orange County) kennen, verliebt sich in sie, und will sie schliesslich sogar heiraten (auch, um ihr eine Aufenthaltserlaubniss zu verschaffen, nachdem er sie selbst bei der Einwanderungsbehörde angeschwärzt hat, weil er glaubte, das sie ihn ausspioniert, aber zu großen Stücken doch aus Liebe). Was ihm jedoch entgangen ist, ist die Tatsache, dass sie sich geistig auf dem Entwicklungsniveau einer 8-jährigen befindet, er dachte sie hat einfach ein kindliches Gemüt.

Ein weiteres Highlight von Season 3 ist Episode 9, “S.O.B.” (Save our Bluths), die sich mit der Rettung der Bluth-Company in Form einer Spenden-Sammel-Gala befasst, sich jedoch eigentlich um den Erhalt der Serie dreht. Wenn man sich halbwegs im US-Fernsehen auskennt, hat man eine Menge Spaß mit der Folge, es wimmelt nur so von Anspielungen auf den Serien-Markt und Sender im allgemeinen, so will etwa die HBO (“House Buildung Organisation”) der Familie nicht helfen. Oder es fällt der Satz, das Auftritte von Stars allein nicht helfen (interessanterweise wimmelt es in Season 3 nur so von Gast-Stars).

Alles in allem ist die Serien eines der besten Comedy-Formate seit langem, wer Scrubs mag, wird an Arrested Development viel Spaß haben.

MustSee(tm)

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