Second thoughts

December 7th, 2008 Serie

Ich habe ja vor einer ganzen Weile angefangen, Babylon 5 zum zweiten mal zu schauen. Damit bin ich dieses Wochende fertig geworden.

Auch beim zweiten mal schauen ist es immer noch ganz großes Kino, was JMS da geschrieben hat. Und was beim zweiten mal richtig Spaß macht: plötzlich bemerkt bzw. kapiert man die ganzen mysteriösen Andeutungen, in denen sich Delen, Kosh und Co in den ersten 3 Staffeln ergehen.

Allerdings muss ich sagen, das mich einige mehr gestört haben als beim ersten mal. Da wäre zum einen Michael O’Hare als Sinclair, mit dem ich mich nicht mehr so wirklich anfreunden konnte. Ich weis nicht woran es lag, aber irgendwas hat mich diesmal gestört, was mir letztes mal nicht aufgefallen ist.

Womit ich aber am meisten Probleme hatte, ist Season 4. Die ja leider notwendige Verdichtung der Story hat ein paar Opfer gefordert, die ich nicht so toll fand. Da wäre zum Beispiel Michael Garibaldi, seine ganze Rehabilitierung ging mir einfach viel zu schnell. Und zeitweise konnte ich sogar den eigentlich neben sich stehenden Garibaldi mit seiner Kritik an Sheridan in gewisser Weise verstehen, was aber wohl einfach daran lag, das in Season 4 einfach ein bischen zu viel aus dem Hut gezaubert wird. Und über Season 5 ohne Invanova brauchen wir gar nicht erst reden.

Nicht falsch verstehen, das hier ist meckern auf hohem Niveau, Babylon 5 ist trotzdem eine großartige SciFi-Serie und etwas einzigartiges, das es wohl so kaum nochmal geben wird. Vielleicht würde man es aber gerade deshalb so gerne sehen, das alles noch ein bischen optimaler gewesen wäre.

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Our last best hope for peace

June 6th, 2008 Nerdiges

Ich hab gerade eine neuen Intranet-Server aufgesetzt. Die Suche nach einem Namen hat dabei erfreulich kurz gedauert, nach 2 Sekunden war einer gefunden. Die Intranet-Server heißen ja bei uns alle nach SciFi-Serien (firefly, glactica,…). Als die Namen damals vergeben wurde, hatte ich eine Serie noch nicht auf dem Radar, jetzt dafür um so mehr: Babylon 5. Hurra, Name gefunden. :lol:

Als ich den DNS-Eintrag angelegt hab, hab ich mich übrigens vertippt und den aus versehen babylon4 genannt. Wenn das mal keine Phrophezeihung ist 8O :lol:

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Bits ‘n’ Pieces

April 30th, 2008 Serie

Im Gegensatz zu meinen geschätzten Mitbesuchern der FedCon XVII werde ich hier kein Review schreiben. Ich hab keine echte Lust auf lange Texte, so toll sind die Ergebnisse dann auch nicht, und ich hab sowieso echt Probleme, mich an vieles konkret zu erinnern, das waren einfach viiiel zu viele Eindrücke auf einmal. Memory Overload sozusagen. Deswegen nachfolgende nur einige kurze Highlights aus dem Gedächtnis eines FedCon-Erstlings.

Zuerst eine allgemeine Beobachtung. Wenn man noch nie auf einer SciFi-Convention war hat man da ein gewisses Bild im Kopf. Dieses Bild wurde geprägt durch Serien (Simpsons, die BiMonSciFiCon sei da erwähnt) und Filme (z.B. Galaxy Quest). Man erwartet also folgendes: Hauptsächlich spätpubertäre männliche Jugendlich, die in Star Trek Uniformen rumlaufen und das alles ein bisschen zu ernst nehmen. Da war die Realität schon eine positive Überraschung. Sowohl in Sachen Alter als auch in Sachen Geschlecht war die Besucher-Menge doch überraschend Breit gestreut, und komische Leute waren doch eine sehr seltene Ausnahme. Ok, so einige liefen wirklich in Star Trek Uniformen rum, aber es war nun mal urspünglich eine Star Trek Convention. ;-)

Aus dem ersten Jamie Bamber Panel habe ich noch einen tollen Satz in Erinnerung, der noch in keinem Review aufgetaucht ist, mir aber im Gehirn kleben geblieben ist. Auf die Frage nach den Boxkampf-Szenen in Season 3 mit Starbuck antwortet er:

[Katee Sackhoff] is not that tough in reality. She bruises easily and cries a lot.

Wo wir gerade bei BSG sind, auf die Frage, mit wem der Darsteller er gerne tauschen würde, antworteten eigentlich alle BSG-Schauspieler: “James Callis”. Wenn der Mann auch nur halb so unterhaltsam ist, wie die alle behauptet haben, dann muss der einfach zu einer Convention kommen. MUSS.

Und wo wir immer noch bei BSG sind: Nach der FedCon muss eigentlich jeder BSG-Fan Mary McDonnel gut finden. Sie hat mal eben die Produzenten dazu überredet, den Drehplan umzubauen, damit sie und die meisten anderen zur FedCon kommen können, und auch ansonsten war sie von ihrer ganzen Art her hochgradig sympatisch. Über ihren Gorilla kann man sich streiten, mich persönlich hat es nicht gestört. Und um noch ein Zitat von Ihr zu bringen: Auf die Frage, was sie ein Fan mal gefragt hatte kam folgendes:

“Can you write ‘Your Baba has a Bubu’ on the Autograph?”

Um noch ein bisschen bei BSG zu bleiben, sollten wir unbedingt noch Nicki Clyne und Leah Cairns erwähnen. Ganz abgesehen davon, dass die beiden die Cuteness-Skala der ganzen Veranstaltung extrem nach oben getrieben haben, waren beide auch sehr unterhaltsam. Gerade bei Leah wusste ich wirklich nicht, was ich da erwarten soll, schließlich hat sie vermutlich noch keine 100 Sätze in der gesamten Serie gehabt. Mehr Leah in BSG!

Bei Nicki Clyne fand ich es extrem interessant, dass sie Folge 4×03 so gut ignorieren konnte, ich will nicht wissen, wie schwierig es war, sich seit dem Lesen des Skriptes jede Andeutung darüber zu verkneifen. Das Timing machte die Folge dann gleich doppelt tragisch, denn genau diese Folge wurde am FedCon-Wochenende ausgestrahlt. Ich finde es extrem Schade.

Um wieder zu unterhaltsameren Sachen zu kommen, Leah hat noch eine mehr oder weniger schmutzige Geschichte über die Hochzeit von Cobie Smulders ( noch so ein HCG (hot canadian girl) , bekannt aus HIMYM) verbreitet, nämlich dass man sich dort auf Anregung von Cobie einfach mal spontan die Kleider vom Leib gerissen habe und eine Runde nacktbaden gegangen ist. Ich bin echt immer auf den falschen Hochzeiten eingeladen. ;-)

Die abgesehen von BSG wichtigstes Serie auf der FedCon war ganz klar Babylon 5. Die Tatsache, das die Serie 10 Jahre nach ihrem Ende immer noch dafür sorgt, das Bruce Boxleitner und Peter Jurasik fast mehr Applaus bekommen als Brent Spinner und Marina Sirtis finde ich extrem vielsagend, dass ist doch ein recht klares Zeichen dafür, dass B5 etwas besonderes war. Zu den Paneln von Boxleitner und Jurasik werd ich hier nix groß sagen, das werden Anfangs erwähnte Mitbesucher garantiert übernehmen. Nur so viel: Ganz großes Kino, war echt genau die richtige Con zum Anfang.

Das einzige etwas negative, was mir spontan einfällt, ich hätte bei den Händlern etwas coolere Sachen erwartet. Ich weis zum Beispiel nicht, ob ich mich beim Anblick eines 30 cm großen Model eines Centurion (neue Serie) hätte zurückhalten können. Und ein bisschen mehr Doctor Who wäre auch schick gewesen, letztes Jahr wurde noch groß von Sonic Screwdrivern und ähnlichem geschwärmt, dieses mal gab es nur ein paar komische Action-Figuren.

Als Fazit muss ich sagen: war genial, gerne wieder. Die Gäste waren dieses Jahr wirklich sehr nach meinem Geschmack (BSG und B5 sind nun mal ganz weit vorne bei mir, im Gegensatz zu Star Trek), das kann eigentlich nächstes Jahr kaum noch besser werden. Es sei denn, Mary McDonnel schwärmt dem Rest des Cast von BSG so von der FedCon und den deutschen Fans vor, dass der gesamte Cast zur FedCon 18 kommt, schlieslich müssten die dann ja alle Zeit haben. ;-)

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Passt

April 30th, 2008 Allgemeinplätze

Die Babylon 5 Complete Box ist schneller gekommen als erwartet, und prompt hat sich im DVD-Regal eine neue Hackordnung eingestellt. ;-)

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Freitag-Abend-Shopping

April 25th, 2008 Serie

Da surft man ganz unschuldig bei Amazon UK vorbei, und was findet man: Babylon 5 Komplett (KOMPLETT!!!) für 78 Pfund. Da dauert es auch nicht mehr lange, bis die Selbstbeherschung vollständig den Bach runter geht und man zuschlägt.

Ich hab ja für die FedCon einfach mal Babylon 5 durchgeschaut (nachdem mir eigentlich immer wieder für Jahre gesagt wurde, das es eine der besten SciFi-Shows aller Zeiten sein soll), weil da so 2 Typen namens Boxleitner und Jurasik kommen sollten ;-) . Ist doch erschreckend, wie schnell diese Serie in die Abhänigkeit führt.

Dafür kann ich dann, sobald die Kiste da ist (und ich im Regal einen Platz dafür gefunden habe, ein echtes Problem), jederzeit nochmal schauen. Ich freu mich. Mein Konto nicht so sehr ;-)

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Vorfreude

April 5th, 2008 Serie

Man hat mich ja wirklich lange damit genervt, doch endlich mal zur FedCon zu kommen. Letztes Jahr war ich wirklich nicht mehr weit davon entfernt, habs dann aber doch gelassen, weil nicht so viele für mich spannende Gäste da waren.

Das kann man dieses Jahr nicht behaupten, es sind allein 7 Leute von BSG da, darunter auch so Kracher wie Mary McDonnel, Michelle Forbes, Nicki Clyne und Jamie Bamber. Ja, Nicki Clyne ist mir wichtiger als Jamie Bamber, die ist einfach mal hochgradig niedlich.Dazu kommen dann noch 2 Babylon-5-Hochkaräter wie Bruce Boxleitner und Peter Jurasik. Da konnte ich mich dann nicht mehr zurückhalten.

So ganz langsam kann ich auch die Vorfreude und die Spannung fühlen, ich hab mir schon spontan eine neue Kamera zugelegt, weil ich nicht mit meiner schwächelnden alten Knipse kämpfen will, während wir gerade das Swimsuit-Problem lösen. ;-)

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Timing

March 27th, 2008 /dev/null, Pinguinfarm

Da schaut man ganz entspannt Babylon 5 Lost Tales, der Film ist noch keine 5 Minuten vorbei, und schon schlägt das Server-Monitoring Alarm:

Achtung, Achtung: $wichtiger_kundenserver mach Ärger

So schnell ist a) die Stimmung wieder im Arsch und b) der Puls auf 180.

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Überlagerungseffekte

March 21st, 2008 Serie, TV

In der aktuellen Lost-Folge hat ja Danielle Rousseau ja seit längeren mal wieder einen nennenswerten Auftritt. Wenn man aber innerhalb von einem Monat 5 Seasons + 4 Filme Babylon 5 schaut, ist Mira Furlan einfach Delenn, egal in welcher Serie.

Es ist, gelinde gesagt, verdammt merkwürdig,  wenn Delenn plötzlich mit Gewehr auf dem Rücken durch den Dschungel rennt.

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Babylon 5

March 19th, 2008 Serie

Ich bin mit meinem Babylon 5 Marathon durch (d.h. mit der Serie, Filme und Spinoff kommen noch). Wahnsinn. Großes Kino.

Ich finde ja die Idee, eine Serie von Anfang an komplett durchzuschreiben, richtig gut. Das Ergebnis davon kann man hervorragend am Thema Babylon 4 sehen. In Season 1 wird der erste Teil der Story aufgebaut, aufgelöst wird erst in Season 4, und trotz dieses extremen Abstands kommt an beiden Enden eine runde Sache dabei raus.

Überraschend fand ich, wie gut die Serie den Weggang von Michael O’Hare verkraftet hat, ja sogar davon profitiert hat. So wurde aus der Babylon 4 Story eine runde Sache, die aber nicht das Ende der Serie bestimmt hat. Eines der Probleme war eigentlich nur, das man in Season 4 leider die Handlung von 2 Seasons stopfen musste, weil unklar war, ob die Serie eine fünfte Season bekommt. Dies hat leider zur Folge, das man nicht für alles soviel Zeit hat wie vielleicht gut gewesen wäre. Gerade das Ende des Schattenkrieges oder die Rehabilitierung von Garibaldi hätten eigentlich deutlich mehr Zeit verdient gehabt.

Ein weiterer Punkt, der Babylon 5 zum SciFi-MustSee macht, sind die Charaktere und ihre Entwicklung. Die Charaktere sind ja IMHO auch der Teil, der Firefly erst richtig gut gemacht hat. Besonders gelungen in meinen Augen: Londo Mollari. Diese Figur zeigt perfekt, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, sondern das sich dazwischen eine ganze Menge Grau befindet. Er versucht im wesentlichen nur, alles richtig zu machen, aber greift dabei manchmal ziemlich ins Klo, um es mal freundlich auszudrücken.

Noch etwas, was Babylon 5 nicht mit vielen Serien gemein hat, ist das sehr gelungene Ende. Man lässt sich einige Folgen Zeit, alles abzuschließen, wobei das Ende wie zu erwarten der Fall des Damokles-Schwertes ist, das seit Anfang Season 4 über Sheridans Kopf schwebt. Schön, rund, hochgradig deprimierend und traurig machend.

Alles in allem: SciFi der Extraklasse, trotz des Alters.

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Neue Suchtmittel

February 26th, 2008 Serie

Man mag es ja kaum glauben, aber ich als SciFi-Fan bin doch tatsächlich bis jetzt an Babylon 5 vorbei gekommen (ich hab das zwar als Teenager mal im deutschen TV gesehen, aber zu selten, um die Story zu schnallen, zählt also nich). Wie gesagt, bis jetzt.

Vor 2 Wochen hab ich einfach mal angefangen, und nun komm ich nicht von los. Die Ursache ist für mich relativ klar: Die Hintergrundhandlung ist sehr gut durchdacht. Genauer gesagt war die Serie von Anfang an auf 5 Seasons ausgelegt, die ganze Serie wurde regelrecht als Epos durchgeplant, bevor nur eine Szene gedreht wurde. Das merkt man an jeder Ecke.

Eigentlich ist es schade, das es sowas heute nur noch sehr selten gibt, ich finde es macht (SciFi-)Serien nämlich erst wirklich gut. Andere Beispiele gefällig? Wie wärs mit Lost – die ersten 2 Season waren noch recht ziellos, ab Season 3 wurde es gut. Und ungefähr ab diesem Zeitpunkt wussten die Macher, das Sie nach Season 3 noch 48 Folgen in 3 Seasons bekommen, dann ist Schluss. Wenn man weis, wann man mit der Story fertig sein muss, schreibt es sich offentlich viel besser.

Noch besseres Beispiel: Battlestar Galactica. Autor Ronald D. Moore hatte dabei auch von Anfang an eine ungefähre Handlung im Hinterkopf, nur wollte der SciFi-Channel halt nie solche Zugeständnisse machen, man war ja noch nicht mal bereit, vorab eine Season 5 zu genehmigen. Das man das Team jetzt eine Season 4 als letzte Staffel drehen lässt, um sie dann in zwei Teilen (aka Seasons!) auszustrahlen, finde ich unter aller Sau.

Naja, die Kurzufassung: SciFi mit durchdachter Hintergrund-Handlung ist einfach besser.

Den aktuellen Status meines B5-Marathons sieht man übrigens oben links, nur falls es jemanden interessiert.

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