Geister der Vergangenheit: Dead Like Me Film

February 20th, 2009 Serie

Es war eine lange und schwere Geburt nach der ersten Ankündigung, aber jetzt ist es endlich soweit: der Dead Like Me Film hat endlich das Licht der Welt erblickt.

Ich muss zugeben, es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, den Film zu schauen. Zum einen war da natürlich die Freude, endlich neue Geschichten von einer Serie zu bekommen, die man sehr mag und die eine gewisse Rolle im Leben gespielt hat, im Oktober ist das Ende 5 Jahre her. Gleichzeitig ist doch da aber von Anfang an die Gewissheit, das es nach viel zu kurzen 90 Minuten wieder vorbei sein wird. Gewissermaßen wie “The Lost Tales” für Die-Hard-Schon-Immer-Gewesen-Babylon-5-Fans gewesen sein muss.

Sachlich betrachtet hat man allein schon damit, einen Großteil des Casts der Serie nach über 3 Jahren wieder zusammen zu bekommen, eine beachtliche Leistung hingelegt. Doch gerade das fehlen von Rube ist sehr schade. Sehr bedauerlich war auch das fehlen der ganzen alten Locations, allen vorran natürlich “Der Waffle House” und Happy Time. Natürlich, nach über 3 Jahren sind die Sets nur noch eine Erinnerung in den Köpfen der Fans und ein Haufen Holz auf der Müllhalde, aber sie gehörten bisher einfach zu Dead Like Me.

Doch die Veränderung wurden auch als Gelegenheit verstanden. So wurde der Wechsel an der Spitze und der damit kommende neue Führungsstil genutzt, mal ein bisschen zu untersuchen, was eigentlich passiert, wenn man die Regeln, die Rube über alles wichtig waren, bricht. Das geht sogar soweit, dass George und Regie einige Zeit zusammen verbringen und damit etwas einlösen, was praktisch seit Beginn der Serie im Raum stand.

Der Film ist nicht perfekt, er leidet unter anderem unter akutem Zeitmangel und dem Wunsch, so viel wie irgend möglich in 90 Minuten zu erzählen, wobei leider das ein oder andere Detail auf der Strecke bleibt. Aber aufgrund der Tatsache, dass er 90 Minuten ganz gut gemachten neuen Dead-Like-Me-Content liefert und ja wohl sogar eine Fortsetzung der Serie im Raum steht, verzeiht man dem Film zumindest als Fan der Serie seine kleinen Macken und freut sich über neues Material.

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Wonderfalls

November 23rd, 2008 Serie

Anlässlich der tragischen Neuigkeit, dass Pushing Daisies sein leben Aushaucht, davor aber noch ein kleines Crossover mit Wonderfalls bekommt, gibts ein Review dieses vergessenen Schatzes.

In einem sehr charmant Erzählstil wird erzählt, wie das leben von Jaye Tyler durchsprechende Tierfiguren ins Chaos gestürzt wird. Durch witzige Dialoge, sympathische Charaktere, die richtige Dosis Ernsthaftigkeit, teilweise extrem skurrile Situationen und eine hervorragende Hauptdarstellerin (Caroline Dhavernas) entsteht eine Serie, die absolut zu unrecht kaum jemand kennt.

Dreh- und Angelpunkt der Serie ist Jaye. Sie ist 24, hat einen Phillosophie-Abschluß, aber keine Ahnung was sie eigentlich machen will. Sie lebt in einem Trailer-Park, arbeitet als Verkäuferin in einem Souvenirladen, in dem ihr Vorgesetzter noch fast ein Kind ist. Sie lebt so nicht weil sie es muss, sondern weil es ihr so als ausreichend erscheint und sie frei von Ambitionen ist. Sie ist pessimistisch, negativ, manchmal gemein, aber im Grunde doch irgendwie nett. Sie hasst diese “Fähigkeit”, um die sie nie gebeten hat, fügt sich aber doch soweit, dass sie selbst große negative Folgen für sich selbst zähneknirschend in Kauf nimmt. Im Grunde ist sie ein bisschen wie George aus Dead Like Me, nur mit College-Abschluß.

Natürlich ist die Serie nicht ohne Schwächen, für mich ist es diese Liebesgeschichte zwischen Jaye und dem Barkeeper. In der ersten Hälfte der Serie ist diese noch perfekt dosiert, im letzten Drittel der einzigen Staffel wird sie dann wirklich etwas nervig, trotz der Tatsache das Jewel Staite die zukünftige Ex spielt.

Stilistisch ist die Serie in sehr vielen Hinsichten eng verwandt mit Pushing Daisies, auch wenn Wonderfalls vielleicht nicht ganz so bunt und zuckersüß ist. Das überrascht natürlich wenig, wenn man weiß, das Wonderfalls Bryan Fullers nächstes Projekt war, nachdem er bei Dead Like Me nach nur 5 Folgen wegen kreativer Differenzen ausgestiegen ist. Ohne Wonderfalls wäre Pushing Daisies so wie wir es kennen und lieben wohl nie entstanden, allein schon weil Pushing Daisies ohne Lee Pace kaum denkbar wäre. Und wer Spielt Jayes Bruder in Wonderfalls? Genau, Lee Pace.

Besonders tragisch an Wonderfalls ist, das die Serie praktisch nur durch ihr DVD-Release (leider auch nur als RC1) bekannt ist, sie wurde leider aufs heftigste gefoxt. Erst lag sie ein Jahr in der Schublade, nur um dann in der darauf folgenden Season im Death Slot (Freitag abend) zu laufen. Aufgrund der Verzögerung musste man sich sogar Vorwürfe gefallen lassen, man hätte das Konzept von Joan of Arcadia abgekupfert, obwohl beide Serien ja eigentlich gleichzeitig produziert wurden. Nachdem die Serie dann noch den Sendeplatz gewechselt hat (ohne das FOX dies groß kommuniziert hätte), wurde nach 4 Folgen endgültig der Stecker gezogen.

Das die Serie trotzdem eine signifikante Fan-Basis hat, sah man spätestens 2007 beim Comic-Con Panel zu Pushing Daises. Dort wurde zu Anfang die einzelnen Anwesenden vorgestellt. Bryan Fuller wurde wie folgt eingeführt:

Sprecher: “I present you the Creator of Dead Like Me …”
Publikum: *Applaus*
Sprecher: “and Wonderfalls …”
Publikum: *noch mehr Applaus*
Sprecher ” Sadly, this reaction is not representative”

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Gänseblümchen ausgedrückt

November 21st, 2008 Allgemeinplätze, Serie

Toll, Pushing Daises wurde offiziell abgesägt. Damit das ganze noch so richtig stinkt, endet die Serie jetzt auch noch mit nem Cliffhanger. Dafür bekommt das schlechte US-Remake von Life on Mars eine Verlängerung von ABC. Gibt es denn keine Freunde von Qualitätsfernsehen mehr??? :x

Irgendwie hab ich es ja erwartet, schließlich ist es eine Bryan-Fuller-Serie. Dead Like Me hatte nur 2 Staffeln, Wonderfalls wurde nach ganzen 4 Folgen gefoxt (absolut zu unrecht, btw), und jetzt Pushing Daisies nur anderthalb Staffeln (bzw. eigentlich nur eine, die erste hatte ja auch nur 9 Folgen). Schöner Mist.

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Schade

September 29th, 2007 Serie

Habe gerade durch Zufall beim rumspielen mit Google Webmaster Tools einen interesanten Beitrag im von mir gern gelesenem sablog gefunden. Es geht eigentlich um “Pushing Daisies”, aber unter anderem steht dort, wie Bryan Fuller die Idee eigentlich für Dead Like Me hatte:

There was going to be an arc where George, the girl who died and became a Grim Reaper, was finding that someone was sniping her souls. and then she’d meet this guy who would touch people and bring them back to life. Then he would touch her, she’d go back to her family for part of the second season, then he’d touch her again and she’d go back to her reaping duties.

Schade, wäre wirklich ein interessanter Arc für Season 2 gewesen. Aber vielleicht lebt die Idee als eigene Show ja länger als Dead Like Me.

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Bryan Fuller Wochen

August 9th, 2007 Serie

Ok, die letzten Wochen waren serientechnisch eindeutig Bryan Fuller Wochen.

Zuerst wird der Pilot zu “Pushing Daisies” geleakt. Ich konnte mich natürlich nicht zurückhalten und bis Anfang Oktober warten, auch wenn der Pilot noch nicht zwangsläufig final sein muss. Aber meine Güte, wenn das Niveau des Piloten wirklich eine Staffel lang durchgehalten wird, dann wird das ein echter Kracher, ich fand den piloten jedenfalls sehr gelungen.

Dann wird bekannt, dass “Pushing Daisies” ganz offiziell ein Crossover mit “Heroes” haben wird, einer der “Helden” wird bei “Pushing Daisies” auftauchen. Das finde ich schon interessant, dass sowohl NBC (Heroes) als auch ABC (Pushing Daisies) brian Fuller da einfach machen lassen.

Aufgeputscht durch “Pushing Daisies” konnte ich mich schliesslich nicht mehr zurückhalten und habe mir das letzte Machwerk von Fuller, das ich noch nicht kannte, vorgeknöpft – “Wonderfalls“. Auch definitiv zu empfehlen, eine sehr nett gemachte Serie, und interessante Idee dahinter. Leider wurde die Serie jedoch noch schlimmer geFOXt als Firefly (lief indirekt gegen Joan of Arcadia (beide Shows entstanden zur gleiche Zeit, aber “Wonderfalls” lag ein Jahr in der Schublade), keine Promotion, jede Woche anderer Sendeplatz, Reihenfolge ignoriert, und dann nach nur 4 Folgen abgesetzt, weil die Quoten nicht stimmten).

Ganz nebenbei habe ich durch Zufall noch ein sehr lesenswertes Interview mit Fuller gefunden.

Irgendwie muss man ja die Zeit bis Oktober überbrücken. ;-)

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Pushing Daisies

June 3rd, 2007 Serie, TV

ABC hat Trailer von seinen neuen Herbst-Serien veröffentlicht. Mit dabei: Pushing Daisies. Nach ersten Ankündigungen klang die Serie schon ganz interessant. Nach dem Trailer ist mein Interesse endgültig geweckt.

Und ich hab auch schon einen Verdacht, woran es liegt, das mir der Trailer spontan zusagt: Produzent / Autor Bryan Fuller, seines Zeichens auch verantwortlich für Heroes und Dead Like Me, die bei mir bekanntermaßen ganz weit vorn liegen.

Trailer:

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