Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene aka Breach
Spannender Spionage-Thriller, der den Verräter nicht so eindimensional sieht wie üblich. Hätte man ihn noch mehr in den Fokus gerückt, hätte Chris Cooper hier noch deutlicher glänzen können und Ryan Phillipe hätte nicht so gelangweilt. So kam nur ein überdurchschnittlicher Film dabei raus, es hätte auch ein Meilenstein des Genres werden können.
Die Hollywood-Verschwörung aka Hollywoodland
Drama basierend auf dem Tod des Schauspielers George Reeves. Technisch auf hohem Niveau mit großen Namen, nicht wirklich schlecht, aber irgendwie fehlt das einzigartige. Gute Unterhaltung für einen Abend, danach kann man ihn getrost wieder vergessen.
Fluch der Karibik 3
Trilogie my Ass! Man wollte ein Sequel zu Fluch der Karibik, das dann irgendwie zu lang geworden ist, also hat man alle Szenen so sehr gestreckt das es weh tut und eine “Trilogie” draus gemacht. Der dritte Teil ist nicht so schlecht wie der zweite, aber irgendwie kein eigenständiger Film. Ohne Fortsetzung wäre die Welt IMHO besser dran gewesen.
Fleisch ist mein Gemüse
Verfilmung des gleichnamigen Buches von Heinz Strunk. Wer Studio Braun gut findet, wird auch den Film mögen. Wer noch nie was von Heinz Strunk gehört hat, sollte es wohl eher lassen.
Kids
Vollständig mit Laiendarstellern besetzt wurde hier ganz nebenbei so manche Karriere gestartet (Chloe Sevigny, Rosario Dawson, …). Ein etwas anderer Film, der angesiedelt in der Jugendkultur des New York der 90er gleich mehrere brisante Themen anfasst, die insbesondere damals sehr gerne unter den Tisch gekehrt wurden. Ein Tag, Zwei an sich recht simple Handlungsstränge, und doch geht der Film unter die Haut und an die Nieren. MustSee.
Fun Fact: Letztes Wochenende erziellte VOX zu nachtschlafender Stunde mit diesem Film Rekordquoten.
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Jesse James war ein Bandit in den USA des späten 19. Jahrhundert, der schon zu Lebzeiten als Volksheld gefeiert wurde, obwohl seine Überfälle immer nur seiner Bande zu Gute kam. Der Film erzählt die Geschichte von Robert Ford, der Jesse James erschoss, nachdem er sich in seine Bande einschlich. Spannender Thriller mit hochkarätiger Besetzung.
Code 46
Sehr gelungene SciFi-Dystopie, die von der Geschichte um die beiden Hauptfiguren getrieben wird. Interessant finde ich die Erzählweise, weil die Welt nicht von oben herab beschrieben wird, sondern so wie sie zwei normale Menschen betrifft. So erschließt sich einem erst nach und nach, wo die Welt sich von unserer unterscheidet. Kleines Highlight.
Children of Men
Nochmal Dystopie, aber sehr düster. Die Erzählweise ist ähnlich wie bei Code 46 sehr auf die eigentliche Handlung ausgerichtet, die Welt wird nur im vorbeigehen berührt. Sehr spannend finde ich die zentrale Frage, die der Film stellt: was würde mit der Menschheit passieren, wenn plötzlich keine Kinder mehr geboren werden würde. Der Film spielt dabei 18 Jahre nach diesem Ereignis in einer extrem düsteren Welt, in der im wesentlichen das Gesetz des Stärkeren herrscht. Sehenswert.
Paris, Texas
Eines der frühen Werke von Wim Wenders, das sehr einfühlsam die Geschichte von Travis erzählt, der nach vier Jahren wieder Kontakt zu seinem Bruder und später auch seiner Familie findet. Gerade im letzten Teil mit dem langen Dialog zwischen Travis und seiner Frau zieht einen der Film völlig in seinen Bann und schickt einen auf einen emotionalen Trip. Sollte man nicht mit schlechter Laune gucken, aber unbedingt mal gesehen haben.
Zeugin der Anklage
Sehr sehenswerter Klassiker aus dem Jahre 1957, der mit hochkarätiger Besetzung eine Geschichte von Agatha Christie verfilmt. Die Geschichte selbst spielt geradezu meisterlich mit den Erwartungen der Zuschauer, der sich gerade gegen Ende mehrfach dabei ertappt, seine vorschnelle Meinung revidieren zu müssen.
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