Man mag es ja kaum glauben, aber ich als SciFi-Fan bin doch tatsächlich bis jetzt an Babylon 5 vorbei gekommen (ich hab das zwar als Teenager mal im deutschen TV gesehen, aber zu selten, um die Story zu schnallen, zählt also nich). Wie gesagt, bis jetzt.
Vor 2 Wochen hab ich einfach mal angefangen, und nun komm ich nicht von los. Die Ursache ist für mich relativ klar: Die Hintergrundhandlung ist sehr gut durchdacht. Genauer gesagt war die Serie von Anfang an auf 5 Seasons ausgelegt, die ganze Serie wurde regelrecht als Epos durchgeplant, bevor nur eine Szene gedreht wurde. Das merkt man an jeder Ecke.
Eigentlich ist es schade, das es sowas heute nur noch sehr selten gibt, ich finde es macht (SciFi-)Serien nämlich erst wirklich gut. Andere Beispiele gefällig? Wie wärs mit Lost – die ersten 2 Season waren noch recht ziellos, ab Season 3 wurde es gut. Und ungefähr ab diesem Zeitpunkt wussten die Macher, das Sie nach Season 3 noch 48 Folgen in 3 Seasons bekommen, dann ist Schluss. Wenn man weis, wann man mit der Story fertig sein muss, schreibt es sich offentlich viel besser.
Noch besseres Beispiel: Battlestar Galactica. Autor Ronald D. Moore hatte dabei auch von Anfang an eine ungefähre Handlung im Hinterkopf, nur wollte der SciFi-Channel halt nie solche Zugeständnisse machen, man war ja noch nicht mal bereit, vorab eine Season 5 zu genehmigen. Das man das Team jetzt eine Season 4 als letzte Staffel drehen lässt, um sie dann in zwei Teilen (aka Seasons!) auszustrahlen, finde ich unter aller Sau.
Naja, die Kurzufassung: SciFi mit durchdachter Hintergrund-Handlung ist einfach besser.
Den aktuellen Status meines B5-Marathons sieht man übrigens oben links, nur falls es jemanden interessiert.
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